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Blocksanierungsstudie Am Spitz Nord, 1210 Wien

Das Gebiet der Blocksanierungstudie Floridsdorf Nord wird von den Straßenzügen Hermann Bahr Straße, Michael Dietmann Gasse, Weisselgasse, Schleifgasse, Pitkagasse, Nordbahnanlage, Angerer Straße, Brünner Straße, Am Spitz, Prager Straße, Stryeckgasse und Fömmlgasse umfasst. Für die Liegenschaften innerhalb der insgesamt 6 Baublöcke sowie für den angrenzenden öffentlichen Raum wurden im Zuge dieser Studie Vorschläge zur Erneuerung und Attraktivierung unter Berücksichtigung der Ziele der sanften Stadterneuerung erarbeitet.

Die Größe der Baublöcke ist unterschiedlich: Während 5 Blöcke Größen zwischen ca. 6000 bis 11.000 M2 aufweisen, ist der Block nördlich des Amtshauses Am Spitz mit  mehr als 28.000 M2 der weitaus größte des Gebietes.

Die Bebauungsdichte stellt ich in allen Baublöcken als moderat dar: Die Geschossflächenzahlen (dies ist der Quotient aus der Summe aller Geschossflächen durch Summe aller Grundstücksgrößen) betragen beim Baublock nördlich des Amtshauses ca. 1,71 als niedrigster Wert und beim Block westlich der Prager Straße ca. 2,65 als höchster Wert (zum Vergleich: Dichtverbaute Blöcke in den klassischen Wiener Gründerzeitvierteln erreichen oft Werte zwischen 3,0 und 4,0)

Das Gebiet ist durch seine Nähe zum Franz Jonas Platz mit dem dort befindlichen  U-Bahn- und S-Bahnhof gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. In mittelbarer Umgebung befinden sich die Naherhohlungsgebiete Wasserpark und Donauinsel, der einzige öffentliche Grünbereich in direkter Nähe zum Gebiet ist der Paul Hock Park. Große Bereiche des Gebietes sind wesentliche Teile des Geschäftszentrum Floridsdorf, vor allem die Erdgeschossbereiche mit Geschäftlokalen in der Brünner Straße und der Prager Straße.

Um eine positive Entwicklung innerhalb des untersuchten Gebietes in Gang zu bringen, wäre es aus unserer Sicht sinnvoll, gleichzeitig und einhergehend mit den Vorschlägen zu Sanierungen der Blöcke, wesentliche Impulse für die Attraktivierung des die Blöcke umgebenden Stadtraumes zu setzen. Hierbei schlagen wir im Zuge unserer Studie vor allem die Reduzierung des Anteiles des KFZ Verkehrs an der Nutzung des öffentlichen Raumes vor, um dadurch Spielräume für mehr Aufenthaltsqualität zu erlangen.

Unsere Vorschläge betreffen unter anderem die Straßenräume der Brünner- und Prager Straße, für die wir spezifische Aufwertungen vorschlagen: Die Brünner Straße als städtische Einkaufsstraße mit breiteren Gehsteigen, um ein angenehmes Flanieren vor den Auslagen der Geschäfte zu ermöglichen; die Prager Straße könnte mit Ihren vielen Gasthäusern und dem Gloria Theater zu einer Kultur –und Gasthausstraße werden.

Die Schleifgasse, welche den Pius Parsch Platz mit dem Floridsdorfer Markt verbindet, könnte den bestehenden, verkehrsberuhigten Bereich der  Fußgängerzone in Form einer Begegnungszone bis zum Markt fortsetzen und dadurch Impulse setzten, die der Markt aufgrund seiner aktuellen Lage abseits der stärker frequentierten Bereiche des Floridsdorfer Zentrums dringend braucht.

Auf der anderen Seite des Marktes, am Übergang zur Brünner Straße, sieht unsere Studie weitere Maßnahmen wie die Aufwertung des Parkplatzes vor dem Conrad Lötsch Hof als urbanen Stadtplatz vor, der als Bindeglied zwischen Brünner Straße und Marktbereich dienen könnte.  Auch ein Neubau an dieser Stelle wäre möglich. In geeigneter Form könnte er, zusammen mit dem Baukörper des Conrad Lötsch Hofes, ein Tor zum Markt bilden.

Auftragg.

Wohnfonds Wien

Jahr

2014 - laufend

Architekt:

Oliver Groh, Michael Katt

Kategorien:

2016, Groh, Katt, Städtebau, Studie